BWS-Syndrom

Die allgemeine Definition des BWS-Syndroms ist ein drückender Schmerz im Bereich der Brustwirbelsäule. Der Schmerz befindet sich hauptsächlich im Bereich zwischen den Schulterblättern, kann sich jedoch auch über Großteile des Brustkorbes ausbreiten. Zusätzlich zu den Schmerzen treten auch oft Verhärtungen der Muskeln im betroffenen Bereich auf. Daher kann man diese Beschwerden durchaus als moderne Krankheit, die aufgrund des technischen Fortschrittes immer häufiger vorkommt, bezeichnen.

Durch Bewegungsmangel wird die Wirbelsäulenmuskulatur nicht genug gefordert und trainiert, sodass sie den täglichen Belastungen nicht mehr standhalten kann. Dies hat eine intraspongiösen Hernie zur Folge, was eine Bandscheibenschädigung im Bereich der Brustwirbelsäule ist. Zusammengefasst kann man sagen, dass es eine Abspaltung von Bandscheibenkernen ist, welche Druck auf die Wirbel ausüben, welche wiederum als Druckausgleich Gelenke stören und blockieren. Der aufgrund fehlender Muskulatur zu hoch herrschende Druck auf die Bandscheiben führt zu eine dauerhafte Belastung der Bandscheiben, woraufhin sich nach einer gewissen Zeit Teile vom Kern abspalten. Diese drücken nun kontinuierlich auf die darunter liegenden Wirbel, welche Knochenmark im Inneren enthalten. Das für den Körper äußerst wichtige Knochenmark weicht dem Druck aus und verteilt ihn regelrecht in dem kompletten Brustbereich. Diese Ausweichbereiche sind schon von Anfang an im Körper programmiert und werden nun von Nutzen gemacht. Dieser Druck drückt auf Gelenke, blockiert und verschiebt sie. Da nun das Zusammenspiel der Gelenke nun nichtmehr ohne Reibung vonstattengehen kann, führt es zu Knorpel- und Gelenkschäden, sowie auch zu andern Symptomen.

Zu den Symptomen ist zu sagen, dass es eine Vielzahl ist, welche auch nicht direkt aus sich schließen lassen, dass das BWS-Syndrom vorliegt. Die häufigsten Symptome sind Schwindel, schwerwiegendes Einatmen, Herzrasen, Rippenschmerzen und Schmerzen im Bereich der Herzmuskulatur. Aufgrund der hohen Anzahl und der Unterschiedlichkeit der Symptome ist es schwer, eine richtige Diagnose zu fällen, weshalb es auch schon häufig zu Fehldiagnosen gekommen ist. Oftmals werden Herzbeschwerden vermutet, doch auch Burnout würde zu den Symptomen passen und eine psychiatrische Behandlung fälschlicherweise zur Folge haben.

Betroffen von BWS sind hauptsächlich Menschen mittleren Alters, welche aufgrund einer fehlenden Wirbelsäulenmuskulatur Fehlbildungen innerhalb der Wirbelsäule mit sich führen. Unter dieser hohen Anzahl an Menschen sind vor allem zwei Gruppen besonders von den Beschwerden betroffen. Einerseits vor allem extrem dünne Frauen, deren Muskulatur komplett unterentwickelt ist und daher nicht in der Lage ist, die eigentlichen Aufgaben im Körper auszuführen. Andererseits sind auch häufig Bodybuilder betroffen, die aufgrund von falschem und zu hartem Training ihre Wirbelsäulenmuskulatur vernachlässigt haben, welche dementsprechend nicht mehr in der Lage ist, das große Gewicht der anderen Muskeln zu tragen. Dies hat die genannten Symptome zur Folge. Nach Auftreten der ersten Symptome ist zu raten, schleunigst einen Arzt aufzusuchen, damit mit gezielten Training und eventuell anderen Mitteln die Beschwerden beseitigt werden können. Je nach Hauptbeschwerde sollte ein entsprechender Spezialist aufgesucht werden. Diese Bandscheibenerkrankung ist mit nur 2% aller Bandscheibenerkrankungen im Verhältnis eher selten, doch diese Zahl steigt kontinuierlich an.

 

Impingementsyndrom

Das Impingementsyndrom in der Schulter, auch bekannt unter den Begriffen „Schulter-Engpasssyndrom“ und „Schulter-Arm-Syndrom“, ist eine häufig vorkommende Schulterbeschwerde. Einfach erklärt ist es eine Verengung des Schulterdachs, woraufhin der Oberarmknochen ihn zu nah kommt und somit Sehnen und Schleimbeutel der Schulter gequetscht werden. Da der grundsätzliche Körperbau auch aus einer ziemlichen Enge zwischen beiden Partien besteht, können kleinste Verengungen bereits Schmerzen und Komplikationen auslösen.

Diese Verengungen können aufgrund einer Dysfunktion der Außenrotatoren in der Schulter hervorgerufen werden. Wenn diese zu schwach sind, sind sie auch nicht mehr dazu in der Lage, Das Schulterdach und den Oberarmknochen voneinander fern zu halten. Ein weiterer Grund kann jedoch auch ein von Natur aus deformiertes Schulterdach sein, welches dem Oberarmknochen zu nahe kommt und somit die Sehnen reizt. Auch eine fortgeschrittene Schultergelenkabnutzung kann eine Verengung erzeugen. Je öfter die Sehnen gequetscht werden, was bei bestimmten Bewegungen der Fall sein wird, desto gereizter werden die Sehnen. Nach einer gewissen Zeit kann eine starke Auslastung und Abnutzung der Sehnen zu einen schmerzhaften Sehnenriss führen. Das seitliche Anheben des Armes ist die Bewegung, die bei Bestehen eines Impingementsyndroms die meiste Abnutzung erzeugt, da bei dieser Bewegung das Schulterdach dem Oberarmknochen auch bei gesunden Körpern gefährlich nahe kommt.

Die Folgen des Syndroms sind schwere Schulterschmerzen, die sich zu chronischen Schmerzen entwickeln können, wenn man nichts dagegen unternimmt. Fortsetzen der Arbeit oder des Hobbys trotz Schmerzen haben dies zur Folge. Vor allem Tennisspieler, Maler und Kraftsportler leiden häufig an dem Syndrom, doch auch einfache Hausarbeiten können dies verursachen. Ohne Behandlung kann sich die Schulter in eine Kalkschulter entwickeln.

Durch bestimmte Tests, teilweise auch mit Ultraschall, können Schulterexperten dieses Leiden feststellen und somit die Behandlung einleiten. Daher ist bereits bei ersten Anzeichen zu raten, einen Spezialisten aufzusuchen. Oftmals können sie auch die Folgen des Impingementsyndroms, wie eine Schleimbeutelentzündung, feststellen und parallel dazu behandeln.

Prinzipiell kann man sagen, dass die Wahrscheinlichkeit einer vollständigen Heilung größer ist, je früher man das Syndrom diagnostiziert. Zu den Behandlungsmethoden gehören verschiedene Kälte und Wärme, sowie auch Salbenbehandlungen, doch auch Krankengymnastik ist ein Hauptbestandteil der Eliminierung der Beschwerden. Ziel der Krankengymnastik ist hauptsächlich die Stärkung der Außenrotatoren, welche zukünftig die genannten Komponenten wieder weiter auseinanderhalten sollen. Wenn dies allein nicht reicht, um das Syndrom zu eliminieren, ist zu Spritzentherapien zu raten, da diese sich positiv auf die Genesung auswirken. Die sanften Temperatur- und Salbenbehandlungen dienen hauptsächlich nur zur Regenerierung der gereizten und beschädigten Sehnen.

Bei besonders schweren oder bereits angeborenen Syndromen ist ein operativer Eingriff von Nöten. Dieser besteht aus einer Erweiterung des Schulterraumes durch Entfernung von Knochenwucherungen oder entzündeten Schleimbeuteln, sowie auch die Durchtrennung eines Bandes im vorderen Schulterdachbereich. Dieser Eingriff garantiert den Patienten eine dauerhafte Heilung sowie auch Vorbeugung der Folgeschäden des Syndroms. Die Angst vor diesem operativen Eingriffs ist unbegründet, da technischer Fortschritt, sowie auch die Alltäglichkeit des Eingriffs das Risiko auf Misslingen der OP deutlich gesenkt haben. Schulterspezialisten sind dementsprechend ohne Probleme in der Lage, diese Operation mit Erfolg durchzuführen.

 

Plica Syndrome

Grob zusammengefasst ist das Plicasyndrom eine Faltenbildung im Knie. Diese Falte entsteht in der sogenannten Synovialhaut, welche eine ganz dünne Hautschicht um das Kniegelenk bildet, die die Gelenkflüssigkeit herstellt. Aufgrund eines Überbleibsels der Evolution bildet diese Haut eine Membran, die das Knie teilt. Diese bildet sich im Normalfall größtenteils zurück, was mehr Bewegungsfreiheit zur Folge hat. Bei jedoch mehr als jeder zweiten Person bleibt eine Falte als Überbleibsel der Membran übrig, welche als Plica bezeichnet wird. Diese ist zur Innenseite des Knies gerichtet und verursacht im Normalfall keine Komplikationen. Die Position variiert von Person zu Person, doch Plicas auf Höhe der Kniescheibe können in manchen Fällen auch Beschwerden erzeugen.

Dies geschieht, indem Sich diese Falte bei der Beugung des Knies zwischen der Kniescheibe und dem Oberschenkelknochen einklemmt. So können Entzündungen der Plica, sowie auch Knorpelschäden an der Betroffene Stelle entstehen. Vor allem belastende Aktivitäten fördern die Entstehung des Plicasyndromes. Joggen, Radfahren und Beinkraftsport sind häufige Ursachen und machen sich durch verschiedenste Symptome bemerkbar: ungewöhnliches Anschwellen des Kniebereichs, Knacken der Kniescheibe bei bestimmte Bewegungen und die Schmerzen des Kniegelenks nach längerer Belastung. Werden diese Symptome ignoriert und die Aktivitäten fortgesetzt, können drastische Knorpelschäden entstehen, die sich von Mal zu Mal verschlimmern würden. Daher ist kein Leichtsinn geboten und die Aufsuchung eines speziellen Arztes ratsam.

Diagnostiziert kann das Symptom durch einfache Tests und Abtasten des Arztes werden, doch in Ausnahmefällen ist auch eine Kniespiegelung nötig, um komplett sicherzugehen.

Als Folge eines nicht behandelten Plicasyndroms ist eine Arthrose möglich, welche einen kompletten Funktionsverlust des Knies mit sich ziehen kann. Ein Grund dafür ist eine komplett abgenutzte Knorpelschicht, welche auch letztendlich zu einem steifen Knie führen kann, da somit die Gelenkbewegungen nicht mehr ausgeführt werden können und dementsprechend blockiert werden. Daher ist eine frühzeitige Behandlung ratsam. Die gängigste Art der Behandlung ist die restlose Entfernung der Plica. Dazu werden zwei kleine Einschnitte am und im Knie getätigt und eine Kamera in das Knie geführt. Dieser Eingriff dauert im Normalfall keine 15 Minuten und ist auch, wenn keine erheblichen Schäden vorhanden sind, relativ schnell wieder auskuriert. Der Eingriff verspricht eine Besserungswahrscheinlichkeit von 100% und kann ambulant erfolgen.

Anschließend ist beschwerdefreies Laufen nach 4 Wochen, und Trainieren bereits nach 4-6 Wochen wieder möglich. Leichte Schmerzen im Anschluss an der Operation können mit Schmerzmittel gelindert werden. Da dieser Eingriff keiner mit hohem Risiko ist und auch keine längere Auskurierungszeit beansprucht, ist schnelles Handeln und eine frühe OP wesentlich ratsamer als das Ertragen der Schmerzen, die Verschlimmerung des Zustandes und das Riskieren von Langzeitverletzungen, die letztendlich durch das Plicasyndrom bis hin zu unheilbare Knorpelschäden führen können. Bei ersten Symptomen schleunigst einen Arzt aufsuchen und untersuchen lassen, damit direkt Klarheit herrscht. Viele Sportler ignorieren leichtere Beschwerden und erlitten letztendlich schwerste Verletzungen und physische Einschränkungen, welche durch zwei kleine Schnitte hätten vorgebeugt werden können.